Das Karat – Wichtiges Kriterium zur Beurteilung von Diamanten

Damit der Wert von Diamanten bestimmt werden kann, müssen verschiedene Kriterien überprüft werden. Hierbei ist die Rede oft von den 4 Cs, zu denen auch das Karat (Carat) gehört. Dieses gilt als Maßeinheit für das Gewicht von Diamanten und anderen Edelsteinen. Ein Karat entspricht dabei einem Gewicht von 0,2 Gramm. Bei sehr, sehr kleinen Diamanten kann die Gewichtsangabe auch in Punkten erfolgen. Dazu wird ein Karat in 100 Punkte geteilt. Ist dann zum Beispiel von einem Viertelkaräter die Rede, entspricht dies 25 Punkten, umgerechnet also 0,05 Gramm.

Warum entscheidet das Karat-Gewicht über den Preis von Diamanten?

Das Gewicht eines Diamanten in Karat nimmt damit unmittelbar Einfluss auf dessen Preis. Doch man kann es sich nicht so vorstellen, dass ein Preis von beispielsweise 1.000 Euro pro Karat angesetzt wird und bei einem Fünfkaräter dann zum Beispiel 5.000 Euro an Wert festgestellt werden. Große und schwere Diamanten sind sehr selten, daher steigt mit dem Gewicht in Karat der Preis überproportional an. Der Zweikaräter kann somit weit mehr als das Doppelte des Einkaräters kosten.

Zusätzlich sind bei bestimmten Karat-Gewichten klare Sprünge zu beobachten. Beispiel dafür ist der 0,90-Karäter, der nur geringfügig günstiger als der 0,95-Karäter ist. Wer allerdings einen Einkaräter kauft, muss mit wesentlich höheren Kosten rechnen.

Das Karat dient nicht der Größenbestimmung von Diamanten

Trotzdem das Karat eine Gewichtsangabe für Diamanten darstellt, entspricht es doch nicht der Größenangabe. So kann ein Zweikaräter durchaus einmal kleiner ausfallen als ein Einkaräter. Grund dafür sind die genauen Maße und Proportionen des Edelsteins. Durchmesser und Höhe können demnach selbst bei zwei Diamanten, die das gleiche Karat-Gewicht inne haben, voneinander abweichen.

Der Einkaräter, der den optimalen Brillantschliff aufweist, hat einen Durchmesser von rund 6,2 Millimetern. Zu berücksichtigen ist außerdem, dass die tatsächliche Größe und die optische Größenwahrnehmung von Diamanten sich zum Teil deutlich voneinander unterscheiden können. Hierfür ist in erster Linie die Ausführung des jeweiligen Schliffs verantwortlich. Ein perfekter Schliff, der das „Feuer“ des Diamanten optimal hervorbringt, wirkt größer, als ein gleich großer Stein, der nur nachlässig geschliffen wurde.

Hintergründe zur Maßeinheit Karat

Warum aber gibt man das Diamanten-Gewicht nun überhaupt in Karat und nicht einfach in Gramm an? Dafür muss man sich mit der Wortherkunft des Karats genauer auseinandersetzen. Ursprünglich wurde im Griechischen der Begriff „kerátion“ für Hörnchen verwendet. Gemeint waren die Früchte des Johannisbrotbaums, die eine Hörnchenform aufweisen. Die Samen, die in den Hülsenfrüchten steckten, hatten ein einheitliches Gewicht von 0,2 Gramm, weshalb sie als Gewichtsmaß genutzt wurden. Vom Griechischen gelangte der Begriff „carratus“ dann ins Lateinische und von dort ins Französische, wo man ihn als „le carat“ bezeichnete. Dieser wurde dann ins Deutsche übernommen.

Bis zum Mittelalter definierte man ein Karat in der Entsprechung zu Getreidekörnern. Erst 1875 schließlich wurde das heute verwendete, metrische Karat eingeführt. Dessen Gewicht wurde dann exakt auf 0,2 Gramm festgelegt. Während man in Deutschland das Kürzel kt. Für Karat verwendet, nutzt man in der Schweiz und in Österreich das Kürzel ct. Hier verwendet man noch immer die französische Ursprungsschreibweise mit C, die auch im Englischen verbreitet ist.

Auch die Reinheit wird zur Beurteilung von Diamanten herangezogen

Die Reinheit (Clarity) gehört ebenfalls zu den vier Cs, mit denen der Wert von Diamanten beurteilt wird. Der Idealfall sieht einen vollkommen reinen und transparenten Diamanten vor. Doch dieser Idealfall ist weit von der Praxis entfernt. Die allermeisten Edelsteine und Diamanten sind mehr oder minder stark getrübt oder beinhalten Einschlüsse, so dass sie ebenfalls nicht durchscheinend sein können. Das Funkeln des Diamanten wird damit beeinträchtigt.

Die Einschlüsse, die auch als Inklusionen bezeichnet werden, wirken sich auf die Reinheit des Diamanten aus. Sie können aus eingelagerten Fremdmineralen bestehen oder aber durch winzige Risse in der Kristallstruktur entstanden sein. Außerdem können wachstumsbedingte Kristallstörungen zu Einschlüssen führen. Als Faustregel gilt: Je mehr Einschlüsse in einem Diamanten oder anderen Edelsteinen enthalten sind, umso geringer wird dessen Reinheit beurteilt. Wichtig ist aber nicht nur die Anzahl der Einschlüsse, sondern ebenso deren Positionierung. Treten sie an unauffälligen Stellen auf, so können sie trotzdem noch zu einer guten Reinheits-Bewertung führen.

Reinheit wird nach der GIA-Skala beurteilt

Das Gemological Institute of America (GIA) hat ein System entwickelt, mit dem man die Reinheit bestimmen kann. Dieses gilt heute als international anerkannter Standard. Für die Bewertung werden Kriterien, wie

  • Art,
  • Größe,
  • Position,
  • Farbe und
  • Anzahl

  • der Einschlüsse mit herangezogen. Die GIA-Skala für die Reinheit beginnt mit der obersten Kategorie FL, die für flawless oder auch lupenrein, steht. Danach folgen die Einheiten

  • IF = internally flawless, lupenrein,
  • VVS 1 und VVS 2 = very very small inclusions,
  • VS 1 und VS 2 = very small inclusions,
  • SI 1 und SI 2 = small inclusions und
  • I1, I2 und I3 = inclusions.

  • Die letzteren Diamanten weisen Einschlüsse auf, die sogar mit bloßem Auge zu erkennen sind. Die meisten Diamanten werden in die Klassen VS und SI eingestuft, nur extrem selten kommen höhere Einstufungen auf der GIA-Skala vor. Dass dementsprechende Diamanten dann extrem teuer sind, ist da nicht weiter verwunderlich.

    Wenn bei der Reinheit nachgeholfen wird

    Eine möglichst hohe Reinheit in Verbindung mit dem optimalen Schliff eines Diamanten kann dessen Wert erhöhen, da das begehrte „Feuer“ besser zum Tragen kommt. Daher versucht man, mit Hilfe künstlicher Eingriffe bei der Reinheit von Diamanten nachzuhelfen. Laserstrahlen werden beispielsweise gezielt dazu eingesetzt, die Einschlüsse verschwinden zu lassen. Feine Risse werden gerne mit Harz geflickt. Jedoch sind derartige Behandlungen mit Einbußen bei der Qualität der Diamanten verbunden. Daher müssen sie im Zertifikat vermerkt werden, als „Clarity Enhanced“. Dafür sind derartige Diamanten dann auch etwa 60 bis 80 Prozent günstiger als die unbehandelten Steine.

    Wie sich die Farben von Diamanten auf deren Wert auswirken

    Zu den vier Cs zur Beurteilung des Werts von Diamanten gehört neben dem Gewicht in Karat (Carat) und der Reinheit (Clarity) auch die Farbe (Color). Echte Diamanten können in der Natur in sehr vielen verschiedenen Farben daher kommen. Gelb, Rot, Blau, Grün, Schwarz oder Braun sind denkbare Farben. Die allermeisten Diamanten sind jedoch farblos. Für die farblosen Diamanten hat das Gemological Institute of America (GIA) wiederum eine Bewertungsskala entwickelt. Deren Wert reicht von der absoluten Spitzenfarbgebung D bis hin zum Farbton Z, der bereits deutlich eingetönt ist. Die Buchstaben der Skala des GIA können vereinfacht auch in sechs Gruppen unterteilt werden: 1. Hochfeines Weiß
    2. Feines Weiß
    3. Weiß
    4. Leicht getöntes Weiß
    5. Getöntes Weiß
    6. Getönt

    Unter den transparenten Diamanten haben diejenigen Steine mit einer reinweißen Farbe den höchsten Wert. Grund dafür ist, dass sie, immer den richtigen Schliff vorausgesetzt, die beste optische Wirkung vollbringen können. Das „Feuer“ des Diamanten, bei dem die Farben des Regenbogens in diesem gespiegelt werden, wird bei den reinweißen Diamanten am besten deutlich.

    Wichtige Hintergründe zur Farbbestimmung bei Diamanten

    Zwischen den einzelnen Farbstufen, die vom GIA festgelegt wurden, gibt es teilweise nur sehr geringe Unterschiede. Das heißt, dass diese fließenden Übergänge mit dem menschlichen Auge nur schwer zu erkennen sind. Daher werden beim GIA streng genormte Vergleichssteine für die Farbbestimmung verwendet. Außerdem dürfen nur gut ausgebildete Spezialisten diese vornehmen und es müssen dafür ganz klar genormte Sichtbedingungen vorliegen.

    Übrigens sind die Skalen der GIA nicht die einzigen, die für die Bestimmung der Farbe von Diamanten herangezogen wurden. Früher gab es eine andere Einstufung, unter anderem in River, Top Wesselton, Wesselton, Top Crystal, Crystal, Top Cape und Cape. Diese Einstufungen werden als Old Terms bezeichnet und finden heute keine Anwendung mehr. Sie wurden von der GIA-Skala abgelöst.

    Fancy Diamonds – eine Besonderheit

    Die farbigen Diamanten werden auch als Fancy Diamonds bezeichnet und kommen sehr selten in der Natur vor. Von 100.000 gefundenen Diamanten ist gerade einmal einer farbig. Daher spielen hier andere Kriterien für die Bewertung eine Rolle. Besonders stark werden lebendige Farben nachgefragt, wie kräftige Gelbtöne, ein tiefes Blau oder ein sehr intensives Pink.

    Der Schliff von Diamanten zur Qualitätsbeurteilung

    Die vier Cs, die zur Bewertung von Diamanten herangezogen werden, sind das Gewicht in Karat (Carat), die Reinheit (Clarity), die Farbe (Color) und der Schliff (Cut). Der Schliff gehört dabei zu den besonders wichtigen Kriterien zur Beurteilung, da er für das besondere „Feuer“ dieses Edelsteins mit verantwortlich ist. Nur ein exakt ausgeführter Schliff kann dieses „Feuer“ in seinem vollen Umfang zur Geltung bringen.

    Diamanten weisen grundsätzlich eine hohe Dispersion auf, wodurch sie in allen Farben des Regenbogens leuchten können. Wichtig für das Leuchten ist der Schliff, der dafür sorgt, dass die auf den Diamanten auftreffenden Lichtstrahlen richtig gebrochen werden. Erst dann kommt das Farbenspiel zustande. Das heißt im Umkehrschluss: Ist der Schliff zu spitz oder zu flach ausgeführt, so kann der Diamant nicht im bewährten „Feuer“ glänzen.

    Woran erkennt man einen guten Schliff und wie wird dieser bewertet?

    Ein guter Schliff lässt sich an der Anordnung und den Proportionen der einzelnen Facetten erkennen. Diese müssen in bestimmten Winkelverhältnissen zueinander ausgeführt sein. Auch die Rundiste und deren Dicke sind entscheidend für die Beurteilung des Schliffs. Darüber hinaus kommt es auf die Politur an, je glatter und ebenmäßiger der Diamant poliert wurde, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er in den strahlenden Farben erscheint.

    Die optimale Schliffqualität für Diamanten wird als exzellent oder ideal bezeichnet. Über diese Schliffqualität verfügen allerdings nur die wenigsten Diamanten. Ein sehr guter Cut kommt schon häufiger vor, auch hier gibt es ein schönes Farbenspektrum zu sehen, da dieser Schliff nur extrem geringfügig von den Idealmaßen abweicht. Die Stufen „gut“ und „mittel“ sind dann schon etwas geringer einzuordnen, weshalb sie den Wert des Diamanten auch verringern können.

    Was versteht man unter Jager?

    Im Rahmen der Beurteilung der Qualität von Diamanten fällt mitunter noch heute der Begriff Jager. Damit ist nichts anderes gemeint als einer der Old Terms für die Farbeinteilung der Diamanten. Die Farbe gehört zu den 4Cs und ist damit entscheidend für die Wertermittlung von Diamanten. Die Old Terms wurden bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den USA eingeführt, mittlerweile jedoch von der international anerkannten Farbskala der GIA abgelöst.

    Woher stammt der Begriff Jager?

    Der Begriff Jager wurde von der Jagersfontein Mine in Südafrika abgeleitet. Sie wurde 1888 eröffnet und man fand vor allem Diamanten mit einer sehr reinen und weißen Farbgebung, die zusätzlich über einen leichten Blauschimmer verfügten. Diese Farbe war typisch für die in der Jagersfontein Mine gefundenen Diamanten und man benannte die höchste Farbqualität dementsprechend mit dem Wort Jager. Als Alternative dafür wurde auch „Finest blue white“ verwendet.

    Die Jagersfontein Mine brachte aber auch den berühmten Excelsior Diamanten und den Jubilee Diamanten hervor. Beide gehören weltweit zu den größten Diamanten, die jemals gefunden wurden. 1971 wurde die Mine geschlossen, bis dahin hatte man bereits 9,6 Millionen Karat an Diamanten daraus gefördert.

    Jager wird durch River ersetzt

    Allerdings wurde der Begriff Jager bereits 1930 vom Begriff River abgelöst. Mittlerweile war klar geworden, dass der Blauschimmer der Diamanten nur durch die Fluoreszenz in den Steinen zustande kam. Er war demnach nur bei Tageslicht, nicht aber bei Kunstlicht zu sehen, was an der im Tageslicht enthaltenen ultravioletten Strahlung liegt. Daher war das Blau keine Farbe, die im Diamanten enthalten ist, sondern nur eine optische Erscheinung unter bestimmten Umständen.

    River – eine Farbeinschätzung zur Beurteilung von Diamanten

    Der Begriff River diente einst zur Einschätzung der Farbe von Diamanten. Er gehörte zu den Old Terms für Diamanten, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts eingeführt, mittlerweile aber von der GIA-Farbskala abgelöst wurden. Mit River wurden Diamanten in hochfeinem Weiß + und hochfeinem Weiß bezeichnet. Heute steht die Farbe „D“ für diese Farbgebungen beim Diamanten.

    Woher kommt der Begriff River?

    Die Begriffe der Old Terms zur Farbbestimmung von Diamanten wurden anhand der Fundorte der Edelsteine entwickelt. Diamanten, die in Flusslagerstätten gefunden wurden, erhielten also anfangs die Bezeichnung River. Allerdings galt diese nur für die wirklich hochfeinen weißen Diamanten, die aus den Flusslagerstätten geborgen wurden.

    Der Begriff kam zustande, weil an eben diesen Lagerstätten besonders viele transparente Diamanten entdeckt wurden. Mittlerweile ist der Begriff zur Farbbestimmung von Diamanten zwar veraltet, dennoch kann man ihn nach wie vor auf dem Diamantenmarkt finden.

    Die Old Terms, die auch als Gelbreihe bezeichnet wurden, kannten den River als beste Farbeinstufung, den Top Wesselton und Wesselton, den Top Crystal und Crystal, den Top Cape und Cape und die Farbe Yellow für bereits sehr stark verfärbte Diamanten.

    Was versteht man im Diamantenmarkt unter Top Wesselton?

    Auch der Begriff Top Wesselton, kurz TW, gehört zu den Old Terms. Diese Farbgraduierungsskala wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts eingeführt. Die Begriffe zur Farbbestimmung leiteten sich häufig von den Fundorten der Diamanten ab. Zwar wurden die Old Terms bereits vor vielen Jahren von der international anerkannten GIA-Farbskala für Diamanten abgelöst, allerdings ist der Begriff Top Wesselton noch heute in Skandinavien weit verbreitet.

    Der Diamant, der einst mit der Farbe Top Wesselton bezeichnet wurde, entspricht auf der GIA-Farbskala den Buchstaben F und G. Diese stehen für feines Weiß + und feines Weiß. Eine Abstufung fand sich auch beim Top Wesselton – nämlich der Wesselton. Dieser entspricht dem Buchstaben H für Weiß auf der GIA-Farbskala. Die bestmögliche Farbe hatte in den Old Terms der River, der heute für D und E steht. Danach folgten die beiden Wesselton-Begriffe, Top Crystal und Crystal, Top Cape und Cape und schließlich Light Yellow und Yellow.

    Woher stammt der Begriff Top Wesselton?

    Wie aber kam es eigentlich zur Namensgebung mit dem Top Wesselton? Abgeleitet wurde der Name von einer Diamantenmine, die Wesselton hieß. In dieser Mine wurden sehr viele Diamanten in einem feinen Weiß gefunden.

    Die Mine bekam ihren Namen übrigens von J. J. Wessels Senior, dem die Benaaudheidfontein Farm gehörte. Im Jahre 1890 wurde auf deren Gelände die Wesselton Mine eröffnet, nachdem man auf dem Gelände bereits zuvor Diamanten fand.

    Die Mine liegt in Südafrika, nahe der Grenze zwischen der Cape Colony und der Orange River Colony. Bereits ein Jahr nach der Eröffnung übernahm der De Beers Diamantenkonzern die Mine. 2005 wurde die Wesselton Mine geschlossen. Diamanten, die in dieser Mine gefunden wurden, wiesen aber nicht nur eine sehr feine weiße Färbung auf, sondern waren auch nahezu frei von Einschlüssen.

    Übrigens fanden auch die anderen Begriffe der Old Terms ihre Herkunft in den Fundorten der Lagerstätten. In Flüssen wurden sehr viele Diamanten mit der höchsten Transparenz gefunden, die anschließend als River bezeichnet wurden.

    Das Zertifikat für Diamanten

    Wenn der Wert von Diamanten bestimmt werden soll, sind die vier Cs entscheidend, die für Clarity (Reinheit), Carat (Gewicht), Colour (Farbe) und Cut (Schliff) stehen. Zusätzlich kann man ein fünftes C heranziehen, das für Certificate (Zertifikat) steht. Das Zertifikat nimmt zwar für die Bewertung des Diamanten im eigentlichen Sinne keine Rolle ein, ist aber beim Kauf entscheidend. Auf ihm sind alle Angaben zur Qualität des Diamanten enthalten.

    Was ist auf dem Zertifikat zu finden?

    Auf dem Zertifikat für Diamanten sind wichtige Angaben rund um den zugrunde liegenden Diamanten zu finden. Schliffform, Maße, Karatgewicht, Farbton, Schliffausführung, Reinheitsgrad, Fluoreszenz und vieles mehr werden beschrieben. Auch besondere Eigenschaften eines Diamanten sind auf dem Zertifikat festgehalten.

    Diese Zertifikate sind empfehlenswert

    Es gibt eine ganze Reihe von Institutionen, die Zertifikate ausstellen. Allerdings sollten sich Diamantenkäufer nur auf Zertifikate von ganz bestimmten, renommierten und international anerkannten Einrichtungen verlassen. Zu diesen gehören das Gemological Institute of America (GIA), das International Gemological Institute (IGI) und der Hoge Raad voor Diamant (HRD). Sie alle bewerten Diamanten nach sehr strengen Kriterien. Zertifikate gibt es außerdem von den European Gemological Laboratories (EGL), die allerdings bei der Bewertung deutlich großzügiger sind. In diesem Zertifikat werden Reinheit und Farbe in der Regel um ein bis zwei Stufen besser bewertet als beim strengen GIA-Zertifikat.

    Wie stelle ich fest, dass dieses Zertifikat für diesen Diamanten ausgestellt wurde?

    Um sicherzustellen, dass das betreffende Zertifikat und der Diamant auch tatsächlich zusammengehören, sind einige der Institute dazu übergegangen, die Nummer des Zertifikats mittels Lasergravur auf der Rundiste des Diamanten zu verewigen. Verwechslungen sind damit vollständig ausgeschlossen.